Partisanenblog

Aus dem Alltag einer Splittergruppe
 

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Keine stille Treppe

Wenn ich aus meinem Fenster gucke, sehe ich - neben einem Discounter und einem Markt für Tiernahrung - eine Feuertreppe mit Tür, die unsere "Obermieter" ganz gern nutzen, um den Weg zum Parkplatz abzukürzen. Auch wird das Podest auf der 1. Etage ganz gern zum Rauchen und Klönen genutzt:

"Hoooch, ist dat ein Wetterchen heute. Echt schön, hier draußen zu sitzen."

"Stimmt. Ich will gar nicht mehr rein. Hab gleich noch einen Termin mit Herrn XY, der ist immer so anstrengend."

"Ja, ich hab auch nur noch Langweiliges auf dem Schreibtisch."

"Die da unten haben's - glaub ich - besser. Die sitzen den ganzen Tag am Computer."

"Ja, sieht immer alles ziemlich entspannt aus. Aber beschweren können sie sich gut!"

"Wieso?"

"Ich hab vor ein paar Monaten echt einen Anschiss kassiert. Die haben sich beschwert, dass wir immer so mit der Türe knallen. Sollen sich doch nicht so anstellen, oder?"

"Was? Echt?? Was die sich wohl einbilden..."

*KLING-KLONG-KLING* Ein Feuerzeug fällt durch Geländer und Treppe. Mit einem lauten "Mist!" macht sich die Eigentümerin auf den Weg nach unten. 

Muss ich extra betonen, dass ich bei einem so schönen Wetterchen wie heute mein Fenster sperrangelweit offen habe? Und muss ich extra betonen, dass sich die Feuerzeug-Besitzerin mit roten Ohren wieder auf den Weg nach oben machte? Nein. Oben war's übrigens im Anschluss mucksmäuschenstill. Ich glaube, die lästern nur noch im Winter über "die da unten". 

Und wehe, die knallen die Türe wieder...

 

1 Kommentar Birgit am 27.8.13 16:19, kommentieren

Einmal Steinzeit und zurück

Ich gestehe: Ich bin ein Dallas-Fan. Diese Serie hatte meine Freundinnen und mich Mitte der 80er so gepackt, dass wir uns jeden Dienstag getroffen haben, um ab 21:45 Uhr wie gebannt vor der Glotze zu sitzen.

Im letzten Jahr kam mir meine einstige Lieblingsserie wieder in den Sinn und ich hab angefangen, mir die einzelnen Staffeln nach und nach zuzulegen. Ich bin also derzeit - gefühlt - in den Jahren 1985/86 unterwegs.

Gestern Abend hatte mir also wieder einmal zwei Folgen vorgeknöpft: J.R. Ewing besichtigte ein Rechenzentrum (natürlich wieder mit fiesen Hintergedanken) und heuchelte eifrigst Interesse. Der Raum sah aus, wie wir frühe Fotos von IBM-Rechenzentren kennen: Reihenweise kühlschrankgroße Kästen in blau und weiß, eine einsame Konsole im Vordergrund. Dazu der Rechenzentrumsleiter, der vor Stolz fast platzte:

"Ein Prachtstück, der Apex 2000. Er hat eine Speicherkapazität von 5 Milliarden Zeichen und einen Arbeitsspeicher von 20 Megabyte!"

Ich bin vor Lachen bald vom Sofa gefallen. Ich musste mir die Stelle drei Mal anhören. Natürlich sagt mir der Apex 2000 nix. Aber dann dachte ich: Wieviel sind denn nochmal 5 Mrd. Zeichen? Und ich kam mittelschwer ins Grübeln.

Irgendwo im Hinterkopf hatte ich noch einige Hausnummern parat: Ein Buch mit 500 Seiten kommt ungefähr auf 1 Million Zeichen. Klassischer Dreisatz und voilà: Ich komme auf rund 5000 Bücher. Sicherlich sehr beachtlich - für die damalige Zeit. (Schließlich kenn ich ja auch noch Lochkarten, Magnetbänder und das gute alte Telex.)

Auf meinen eBook-Reader passen übrigens rund 2000 Bücher. Selbst wenn ich jede Woche ein Buch lesen würde - das Ding krieg ich bis an mein Lebensende nicht mehr voll. Ganz zu schweigen von der Mini-SD-Karte, auf die ich meine ausgelesenen Bücher packe. Die ist so groß wie mein kleiner Fingernagel und packt 8 GB.

Ich lebe in einer spannenden Zeit, denn ich weiß, WIE rasant sich unsere Technik in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Das haben die sog. "digital natives" alles verpasst.

Manchmal ist es schön, ein paar Tage auf dem Buckel zu haben.

2 Kommentare Birgit am 23.8.13 15:13, kommentieren

Gar nix los mehr hier

Männo, wir wollten doch so eifrig bloggen und nun schreibt keiner was. Muss ich wohl die Partisanenblog-Ehre mal wieder hochhalten.

Ich bin nächste Woche alleine, meine liebste Kollegin weilt in Holland und lässt sich nicht, wie erwartet, den Urlaub durch Regen und Kälte vermiesen, nein, sie hat Glück dank Azorenhoch und hoffentlich jede Menge Sonne.

Ich halte hier solange die Stellung und (Achtung, Scheherz) gehe jeden Tag mit den absoluten Lieblingskollegen in die Mittagspause.

Na, ja, so ne Woche kann ja auch schnell rumgehen, mal sehen, was so auf mich zukommt, bin auf alles gefasst.

Jetzt aber erstmal Wochenende

 

Ina am 28.6.13 17:56, kommentieren

Gewaltfreie Kommunikation

Sonne! Sonntag! Zeit für meine heißgeliebte Nordic Walking Einheit auf der Rheinpromenade! Flott und wohl gelaunt unterwegs höre ich weit hinter mir eine unwirsche Stimme: Vorsicht! Sie gehen ja mitten auf dem Weg! Ich bin mir keines Vergehens bewusst, links neben mir ist noch genügend Platz für Überholmanöver. Die Stimme gehört einem voll ausstaffierten Mountainbikefahrer, der mich wie ein Besessener in einem Affenzahn überholt. Eine echte Pistensau auf zwei Rädern, wirklich viel zu schnell für die Sonntagsausflügler, Bobbycarfahrer und harmlosen Fußgänger, die sich auf dem schmalen Weg zum Rhein tummeln. Mir verschlägt es die Sprache - meine Schlagfertigkeit scheint in Schockstarre und ich entgegne: NICHTS. Ich walke zügig weiter und grolle mal wieder über meine Wehrlosigkeit! Da kommt er mir plötzlich wieder entgegen, der Kugelblitz auf zwei Rädern. Nun wechsele ich radikal die Spur und gehe ihm keck auf seiner Radfahrspur entgegen, mit dem Risiko, von ihm niedergemäht und dem Erdboden gleich gemacht zu werden. SIND SIE BLIND? Brüllt er mir nun entgegen. Jetzt löst sich meine Schockstarre und aus den Untiefen meiner Seele donnert und bricht es heraus: SIE! HABEN! SIE! WOHL! NICHT! MEHR! ALLE! SIE! IMPERTINENTES! ARSCHLOCH! Für einen kurzen Moment verstummen alle Sonntagsausflügler auf der sonnigen Rheinpromenade. Nun ist die Schlagfertigkeit des Mountainbikers schockgefroren. Er weicht mir aus und radelt schleunigst von dannen. Manchmal nutzen die eisern antrainierten Regeln der guten Kommunikation einfach nichts. Scheiß drauf!

1 Kommentar Christa am 2.6.13 16:40, kommentieren

Alters-WG und so

Tja, liebe Ellen, da hast Du ja mal wieder wie nix eine neue Geschäftsidee aus dem Hütchen gezaubert.

Aber ob unser krudes Zeug hier aus dem Blog wirklich für die Alters-Ruhesitz-Partisanen-WG-Villa reicht? Ich wage es - vorsichtig formuliert - ernsthaft zu bezweifeln.

Aber wo wir gerade beim Thema sind... eine Frage beschäftigt mich schon seit längerem: Kann ich im Altersheim eigentlich eine Junior-Suite buchen??

1 Kommentar Birgit am 22.2.13 17:56, kommentieren

Lesen bildet

Keine Zeit zum Lesen? Oder mal wieder die Zeitung vergessen, während man äußerst konzentriert auf der Bad-Keramik hockt?

Abhilfe schafft hier das neue Klopapier von Zewa. Blättchenweise kann man sich hier wunderbar wichtige und weniger wichtige Dinge anlesen. 

Wer also schon immer mal wissen wollte, was ein Verkehrsschild so kostet oder welche Aldi-Filiale in Deutschland über eine Bootsanlegestelle verfügt - tja, der kommt um dieses Papier einfach nicht drumrum.

PS: Leider ist es für die "größere Sitzung" nicht ganz geeignet: nach gut einem Meter wiederholen sich die Weisheiten. Schade eigentlich.

4 Kommentare Birgit am 21.2.13 23:10, kommentieren

Wir Frauen


.. Ich lese keine Anleitungen. Ich drücke Knöpfe bis es klappt.

.. Ich brauche keinen Alkohol, um peinlich zu sein. Das krieg ich auch so hin!

.. Wenn ich ein Vogel wäre, wüsste ich ganz genau, wen ich als Erstes anscheißen würde!

.. Ich bin nicht zickig, ich bin "emotionsflexibel".

.. Die 3 schönsten Worte der Welt? Ich geh shoppen.

.. Ich habe keine Macken. Das sind Special Effects!

.. Frauen müssen wie FRAUEN aussehen und nicht wie tapezierte Knochen!

.. Vergeben und vergessen? Ich bin weder Jesus, noch habe ich Alzheimer.

.. Wir Frauen sind Engel. Und wenn man uns die Flügel bricht, fliegen wir weiter auf einem Besen. Wir sind ja schließlich flexibel!

.. Das ist kein Speck. Das ist erotische Nutzfläche!

.. Als Gott die Männer schuf, versprach er, dass ideale Männer an jeder Ecke zu finden sein werden. Und dann machte er die Erde rund.

.. Auf meinem Grabstein soll stehen: "Guck nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!"

Tja, WIR FRAUEN sind eben einzigartig !!!!!
 

(Erhalten per Mail und als zu schön empfunden, um es für mich zu behalten!)

2 Kommentare Birgit am 14.2.13 20:51, kommentieren