Partisanenblog

Aus dem Alltag einer Splittergruppe
 

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Frühjahrsputz im Januar

Abgesehen von zu vielen Kilos versuche ich, möglichst wenig Ballast mit durchs Leben zu schleifen. Natürlich besitzt man liebgewonnene Stehrömmchen, eindeutig zu viele Schuhe und Handtaschen oder siebenundzwanzig Sorten Duschgel. Aber diese Dinge gehören eindeutig in die Kategorie Grundnahrungsmittel.

Was der Mensch weniger braucht sind Kontakte, die eingefroren sind. Und es gibt nix Schöneres, als solche zu löschen. Sang- und klanglos, ohne Notiz. 

Birgit am 6.1.13 10:22, kommentieren

Ich habe es getan...

 Wie sage ich es meinem Kinde ?

In dem Fall der Nachbarin, dass ich doch manches höre, was nicht für meine Ohren bestimmt ist. Sie, jung, flippig und mit einem ebenfalls jungen Kerl mit guter Kondition gesegnet, frönt mehrmals in der Woche der tiefen Leidenschaft.

Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit und ich fast immer dabei, zumindest akustisch.

Hmm, sage ich es eher empört ? Nein, das kommt rüber, als wär ich ne vertrocknete alte Kuh, die neidisch ist. Lustig mit einem kleinen anzüglichen Scherz? Nein, kommt auch nicht gut an.

Und eben im Waschkeller, sie konnte nicht ausweichen, habe ich sie einfach ganz nett angesprochen, ob ihr bewusst wäre, dass das Haus doch sehr hellhörig ist und andeutungsweise mein kleines Problem (oder eher ihres) angetragen.

Sie war weder empört noch zickig, sondern eher peinlich berührt, weil es ihr eben nicht bewusst war.

Wenn demnächst der fette BMW vor der Tür steht, dann höre ich mal genauer hin...

1 Kommentar Ina am 4.1.13 18:52, kommentieren

Staatsbesuch

Eine kleine Agentur am Rande der verschlafenen Stadt. Alle Mitarbeiter sind noch im Weihnachtsurlaub. Alle? Nein, zwei tapfere Partisanenschwestern halten unermüdlich die Stellung, wenn auch die Mittagspause beim Italiener in dieser Woche eindeutig länger ausfällt als sonst.

Nix los. Wirklich nicht? Doch! Pünktlich zum Nachmitttagskaffee klingelt der Bürgermeister der verschlafenen Stadt mit druckfrischen Prospekten unterm Arm und eindeutigem Kaffeeglitzern im Auge. Was gibt es also Schöneres, als einen gemütlichen Plausch am Freitagnachmittag über die weltbewegenden Dinge einer Metropole am Niederrhein mit rund 53.000 Einwohnern?

1 Kommentar Birgit am 4.1.13 16:04, kommentieren

Kleines Partisanenwochenende

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf unser Wochenende freue! Wenn ich mir gerade anschaue, wie sich hier die Einkaufsliste in rasender Geschwindigkeit vervollständigt - inklusive aller neckischen Kommentare -, müssten wir uns eigentlich einen Kleintransporter für den Weg in die Eifel anmieten!

Und nicht zuletzt bin ich sehr gespannt auf Christabrötchen und die Saunamantelgeschichte...

Birgit am 3.1.13 15:34, kommentieren

Jahresinventur II

Seit einem gefühlten Vierteljahr oder besser - seit Sommerende - werden wir förmlich zugeschissen mit Jahresrückblicken: Menschen 2012, Tiere 2012, Sensationen 2012. Fehlt nur noch Mütter 2012, Monster 2012 und Mutationen 2012. Ich kann's echt nicht mehr hören.

Die Kaufhäuser und Supermärkte konnte man ab Anfang Dezember nur früh morgens entern. Da lief man am wenigsten Gefahr, mit der letzten Gans aus der Tiefkühltruhe erschlagen zu werden. Oder mit der XXL-Lindt-Geschenkebox für die Schwiegermutter. 

Und pünktlich zum Jahresbeginn gibt es die Fitness-Abos im Sonderangebot und alle Klatschblätter bieten unterstützend DIE ultimative Diät, mit der man in drei Tagen 17 Kilo verlieren kann.

Gruselig, jedes Jahr der gleiche Kram. Bis auf...?

Tja, bis auf das weltbeste Frühstück mit Ina, Christa, Ellen und Sandra! Und das ist schon übermorgen!! Was zählen also Weihnachtspfunde und untreue Söhne? Nix. Wir werden schwafeln, bis der Arzt kommt. Und Lachen, bis die Schminke futsch ist.

Ach Mädels, ich freu mich auf Euch!

Birgit am 26.12.12 11:29, kommentieren

Als der Weihnachtsmann mal einen wirklich schlechten Tag hatte

Vor langer, langer Zeit stand der Weihnachtsmann morgens vor dem Spiegel und seufzte. Heute war er einfach mit dem linken Bein aufgestanden. Sein Bart juckte wie verrückt, und nur zu gern hätte er ihn einfach abrasiert. Außerdem war er beim Aussteigen aus seiner rot-weißen Schlafanzughose aus dem Gleichgewicht gekommen, wie ein Sack umgekippt und hatte seitdem Rücken. Und beim morgendlichen Toilettengang musste er feststellen, dass seine Frau mal wieder kein Klopapier nachgefüllt hatte.

„Verdorri“, fluchte der Weihnachtsmann. „Das fängt ja gut an. Und ich hab noch so einen Haufen Arbeit auf dem Tisch!“

Beim Frühstück eröffnete ihm seine Frau freudestrahlend, dass sie ihre Mutter über die Weihnachtstage eingeladen hätte. Die Schwiegermutter hatte ihm gerade noch gefehlt. Sie würde ihm wieder stundenlange Vorträge halten, dass er sich einen ordentlichen Job suchen sollte anstatt als Saisonarbeiter sein Geld zu verdienen. „Fein“, knurrte der Weihnachtsmann, „ich freu mich auch! Und nun muss ich arbeiten.“

Sprach’s und verschwand in seiner Werkstatt. Dort warteten Abermillionen von Geschenken – aber wo waren die Elfen, die alles hübsch verpacken sollten? „Sie sind krank“, erzählte das Christkind, das eifrig Wunschzettel sortierte. „Aber ich habe schon Aushilfs-Elfen angefordert. Die sind zwar nicht so schnell wie unser Stammpersonal, aber sehr lustig drauf!“

Und tatsächlich: die Aushilfs-Elfen kicherten und giggelten, als sie die Geschenke krumm und schief verpackten. Der Weihnachtsmann seufzte und belud seinen Schlitten mit den krumm und schief gepackten Päckchen, als – peng – das unterste Brett zerbrach. „Verdorri! Heute geht aber auch alles schief“, stöhnte er wieder. „Wo sind eigentlich meine Rentiere?“

„Ach“, sagte das Christkind. „Hab ich ganz vergessen, Dir zu erzählen. Die Elfen sind gestern Abend auf ihnen nach Hause geritten.“ Der Weihnachtsmann rollte mit den Augen. „Ein Tee mit Rum – das ist jetzt genau das, was ich brauche!“ Doch die Rumflaschen waren leer.

„Ja“, sagte das Christkind. „Hab ich auch vergessen, Dir zu erzählen. Die Elfen haben gestern Abend einen gesoffen, und konnten anschließend nicht mehr gerade stehen. Und deshalb…“

„JA-JA-JA, ich weiß – und DESHALB sind sie auch heute krank!“

„Äh… ja… und die Aushilfs-Elfen haben eben die Reste gesoffen… deshalb gibt’s auch nur schief und krumm verpackte Geschenke. Und Schleifen fehlen auch….“

„Das gibt ja ein tolles Weihnachtsfest“, brüllte der Weihnachtsmann zornentbrannt. „Keine Elche, mein Schlitten im Eimer, die Päckchen sehen hundsmiserabel aus und ich bin nur von besoffenen Idioten umgeben! Was kann jetzt also noch kommen?“

Da klopfte es leise an der Tür. Ein kleines Engelchen stand dort mit einem riesigen Christbaum. „Frohe Weihnachten, lieber Weihnachtsmann!“ hauchte es. „Ist dies nicht ein wunderbarer Tag? Friede auf Erden! Ich habe Dir einen schönen Christbaum mitgebracht – wo soll ihn denn hinstellen?“

„Ein Christbaum? Hast Du mal gesehen wie es hier aussieht? Weißt Du eigentlich, was ich noch alles zu tun habe?? Und weißt Du, wo Du Dir diesen dämlichen Christbaum hinschieben kannst?!?“

Da packte der stinksaure Weihnachtsmann das Engelchen, blickte auf die Christbaumspitze… tja, und so hat die Tradition mit dem kleinen Engelchen auf der Christbaumspitze begonnen.

Fröhliche Weihnachten!

Birgit am 26.12.12 11:15, kommentieren

Jahresinventur

Meine Freundin hat mir diese Mitgliedschaft im Blog zu Weihnachten geschenkt. Dies ist möglicherweise nicht nur mein einziges Weihnachtsgeschenk, sondern obendrein noch das Schönste

Wie steigt frau ein in ihre Bloggerkarriere? Natürlich mit einem kurzen, knackigen, witzig-brilliant formulierten Wortbeitrag!

Zu dumm, dass mir das heute einfach nicht gelingen will. Stattdessen: Jahresinventur. Allein am Frühstückstisch. Bäh. Im Maileingang der Weight Watchers Newsletter: Wie Sie Ihre Vorsätze im neuen Jahr garantiert umsetzen..Hier rechts im Bild die Werbung von Parship: Suchen Sie Ihren Traumpartner? Ich denke nur: Schon lange nicht mehr Und erst recht nicht mit eurem Scheißladen! Die Kids: Untreue Tomaten! Haben sich für das attraktivere Weihnachtsprogramm mit dem Vater entschieden...Nun ja: Immerhin strahlt mich mein gestern selbst gefällter und liebevoll geschmückter Weihnachtsbaum aus der Ecke an. 

Und auf der Baumspitze sitzt ein Engel Was der da wohl zu suchen hat?

Christa am 23.12.12 10:55, kommentieren